Auf dem Weg zu einer Rottenburger Seelsorgeeinheit

Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten
Unter diesem Motto fand in der vergangenen 25. Kalenderwoche 2015 auf der Liebfrauenhöhe eine Tagung statt.

Weitere Informationen lesen Sie bitte hier!



Am 26. Februar 2015
war die auch als Anhörung vorgeschriebene Sitzung der beiden Geschäftsführenden Ausschüsse der bisherigen Rottenburger Seelsorgeeinheiten Rottenburg Süd und Rottenburg Dom im Gemeindehaus St. Moriz.

Die Domkapitulare
Paul Hildebrand (Hauptabteilung Pastorales Personal) und Matthäus Karrer(Hauptabteilung Pastorale Konzeption) erläuterten den Ausschussmitgliedern und weiteren interessierten Personen die Vorstellungen des Bischöflichen Ordinariates zu dem sich jetzt mehr und mehr herauskristallisierenden gemeinsamen Weg der beiden Rottenburger Pfarreien mit den jeweils zugehörigen Gemeinden.

Seit der Erkrankung des Pfarrers Dr. Michael Schneider
und dessen im Sommer 2014 erfolgtem Verzicht auf die Pfarrei wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren intensiv diskutiert, wie es in Rottenburg  seelsorgerlich weitergehen könne.

Die Diskussion
ist auch angesichts der kirchlichen "Großwetterlage" notwendig, die auch an der "Bischofsstadt" Rottenburg nicht spurlos vorübergeht. Die Zeit wird reif für eine nun auch in aller Form zu bildende gemeinsame Seelsorgeeinheit in Rottenburg. Sie soll ab Herbst 2015 gegründet werden. Ihr wird in der Person von Herrn Dompfarrer Kiebler ein "Leitender Pfarrer" vorstehen.

Ihm zur Seite gestellt wird ein Pfarrvikar,
der keine leitenden Aufgaben haben wird, sich aber mit voller Kraft in die Pfarrseelsorge des großen Gebildes einbringen wird. Diese Stelle wird zur Bewerbung ausgeschrieben und soll bis zum Herbst besetzt werden.

Die Domkapitulare Hildebrand und Karrer
haben vor der Sitzung der Gemeinsamen Ausschüsse auch ein Gespräch mit den pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der bisherigen beiden Seelsorgeeinheiten geführt. Diese wurden dazu ermuntert, ihre bisherigen und mögliche neuen Aufgabenfelder zu überdenken im Sinne eines Wirkens auf die und in der größeren Einheit hin.

Während die Diözese im Blick auf eine allgemeine Mangelsituation bei den pastoralen Berufen keine neuen Stellen versprechen kann und will, sagt sie der neuen Seelsorgeeinheit Unterstützung zu durch die in der Diözese vorhandenen Beratungs- und Begleitungssysteme.

Allen am Gespräch Beteiligten war klar,
dass sich die Rottenburger Gemeinden mit ihrem "Umland" auf einen nicht einfachen Weg begeben, der noch viele Klärungen im Einzelnen erforderlich machen wird. Manches auf dem bisherigen Weg war holprig, räumte besonders Domkapitular Karrer offen ein.

Die Ausgangssituationen
im Bereich Dom und St. Moriz sind aufgrund der verschiedenen Entwicklungen in den letzten Jahren unterschiedlich. Dennoch war die Grundüberzeugung und Grundstimmung in vielen Meinungsäußerungen die: wir schauen nach vorne. Wir müssen und werden es packen im Hinblick auf eine gute Zukunft der Rottenburger Kirche am Ort und, wie man neuerdings sagt, an vielen Orten.

Dr. Christoph Berchtold
Dekanatsreferent



Investitur
Am Sonntag, den 20. September 2015, wurden die beiden Seelsorgeeinheiten 1a „Rottenburg-Süd“ und 1b „Dom“ rechtlich zur Seelsorgeeinheit 1 „Rottenburg“ vereint.

Die Kirchengemeinden bleiben wie bisher selbständig.
Jedoch werden zukünftig die Gremien und andere Bereiche miteinander kooperieren und sich gegenseitig unterstützen, wo es möglich ist und auch Sinn macht.

Aus diesem Grund wurde Pfarrer Harald Kiebler
auch für die Kirchengemeinden St. Moriz Rottenburg, St. Wolfgang Weiler, Heilig Geist Kiebingen, St. Konrad Bad Niedernau, St. Petrus und Paulus Obernau und St. Petrus und Paulus in Bieringen investiert, d. h. als Pfarrer eingesetzt. Dies geschah im Rahmen der Feier des Patroziniums von St. Moriz am Sonntag den 20.09.2015.

Gleichzeitig erhielten die Mitglieder des Pastoralteams
ihre neuen Ernennungsdekrete, da sie ebenfalls für die gesamte Seelsorgeeinheit zuständig sind.