Kirchengemeinde



Pfarrkirche für Ehingen am rechten Neckarufer und für einige Dörfer in der Umgebung war im Früh- und Hochmittelalter die St. Remigiuskirche auf der Klause außerhalb der Stadtmauern. Die Pfarrei selber wird erstmals 1275 erwähnt. Im Bereich der Pfarrei lag am Neckarufer eine vielbesuchte Wallfahrtskirche; Wallfahrtsziel waren die dort aufbewahrten Reliquien des Hl. Mauritius und seiner Gefährten. Das Patronatsrecht der Remigiuspfarrei kam 1127 von den Grafen v. Dillingen an das Kloster Kreuzlingen; um 1300 ging es an die Grafen v. Hohenberg über. Diese erbauten die Mauritiuskirche ab etwa 1300 neu, machten sie zu ihrer Grablege - erste Beisetzung 1308 - und errichteten 1330 das Chorherrenstift St. Moriz. Diesem schenkten die Hohenberger 1339 das Patronatsrecht über die Remigiuspfarrei. Deren förmliche Inkorporation in das Stift durch den Konstanzer Diözesanbischof erfolgte 1362. Zwei Jahre später übertrug das Stift ohne bischöfliche Genehmigung auch die Pfarrechte der Remigiuskirche auf die Stiftskirche St. Moriz. Das Chorherrenstift St. Moriz wurde bald nach dem Übergang der seit 1381 vorderösterreichischen Grafschaft Hohenberg an Württemberg, 1806 aufgehoben. Seither ist die St. Morizkirche zweite Rottenburger Pfarrkirche.

Aus einem Artikel von Dieter Manz


Heute zählt die Gemeinde ca. 4.500 Katholiken. Das Pfarrgebiet erstreckt sich an beiden Ufern des Neckars und umfasst folgende Teile:

  • Ehingen, der alte Ortskern am rechten Neckarufer mit dem alteingesessenen und bodenständigen Bevölkerungsteil (Ehgner). Hier wohnen heute auch viele ausländische Mitbürger.
  • Im Kreuzerfeld sind vor allem in den letzten drei Jahrzehnten viele junge Familien neu zugezogen.
  • Auch das neue Baugebiet Kreuzerfeld-Süd im räumlichen Anschluss (oberhalb) an das Kreuzerfeld gehört zum Pfarrgebiet unserer Kirchengemeinde.
  • Dasselbe gilt auch für das unterhalb gelegene Baugebiet Im Greut.
  • Im Burgäcker auf der linken Neckarseite westlich vom Gefängnis siedelten sich nach dem zweiten Weltkrieg viele Heimatvertriebene an.
  • In den letzten Jahren wurde zusätzlich der Bereich Burgäcker-Äuble baulich erschlossen.
  • Ein komplett neuer Stadtteil ist im Neubaugebiet Dätzweg entstanden. Unter den Zugezogenen sind viele "Pendler", die in Tübingen, Reutlingen oder im Großraum Stuttgart arbeiten. Zudem ist das Gebiet von Spätaussiedlern bewohnt.
1 Pfarrkirche St. Moriz
2 Gemeindezentrum
3 Pfarrbüro
4 Kindergarten St. Moriz
5 Pfarrbücherei
6 Kindergarten St. Remigius
7 Klausenkirche
8 Altstadtkapelle
9 St. Georgskapelle
Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die Pfarrkirche St. Moriz, idyllisch zwischen alten Bäumen am Neckarufer gelegen. Ihre ursprüngliche gotische Gestalt wurde in den Jahren 1970 bis 1975 wiederhergestellt.
Die Albiez-Konzertorgel und der Reichtum an gotischen Fresken und Kunstschätzen ist bemerkenswert.
Kunstschätze bewundern kann man auch im Stiftsmuseum über der Sakristei der Morizkirche. Sie geben Zeugnis der tief verwurzelten Religiösität aus der Zeit des Chorherrenstiftes. Sachkundige Führungen können durch das Pfarramt vermittelt werden.
Gleich bei der Pfarrkirche, am Morizplatz gelegen, befindet sich das 1993 fertiggestellte Gemeindezentrum. Der große Saal und die Gruppenräume sind Treffpunkte für die zahlreichen Aktivitäten der Gemeinde. Untergebracht sind dort auch die Büros der pastoralen Mitarbeiter. Das Haus für die Gemeindejugend - ehemals Kaplaneihaus - liegt unmittelbar nebenan. Die Pfarrbücherei befindet sich direkt neben dem Pfarrhaus und ist Montags und Donnerstags von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

 

Neben der Pfarrkirche gehören noch folgende Kapellen zur Gemeinde:
Die Klausenkirche gilt als Urkirche der Ehinger Bevölkerung. Ihr Patron ist St. Remigius. 1988 wurde sie renoviert und wird heute vor allem als Friedhofskapelle genutzt.
Die Altstadtkapelle "Unserer lieben Frau" liegt auf freiem Felde westlich der Straße zu Weiler. Zwischen Mai und Oktober ist die Kirche sonntags geöffnet und lädt bei einem Spaziergang zum Verweilen oder zum Besuch einer Marienandacht ein.
Die St. Georgskapelle in Kalkweil liegt direkt an der Straße nach Remmingsheim, oberhalb des Steinbruchs. Sie wurde 1990 von Handwerkern und viel